Der Braai – Grillen in Südafrika

by Klaus on 30. März 2010

in Mein Auslandstagebuch, Wissenswertes

braaiJetzt bin ich schon wieder seit knapp zwei Monaten in Südafrika und will euch mal von einer typischen südafrikanischen Tradition erzählen, der man hier nicht entgehen kann.

Südafrika wird immer gern als die „Welt in einem Land“ beschrieben. Und das trifft auch auf die südafrikanische Küche zu. So facettenreich wie Südafrika, die Landschaften, Menschen und Kulturen, so vielfältig ist auch die südafrikanische Küche.

Eins haben alle Südafrikaner aber gemeinsam: sie lieben Fleisch und das Grillen. Der Grill bzw. der Vorgang des Grillens heißt hier kurz und einfach „Braai„. So trifft man sich abends, am Wochenende oder zu jeder anderen erdenklichen Möglichkeit (selbst im Winter!) zum Braai und verbringt bei Boerewors, Bier und Co. ein paar gesellige Stunden. Öffentliche Braaiplätze gibt es eigentlich überall und auch zu Hause ist fast jeder Südafrikaner im Besitz eines eigenen Braais.

Dabei greifen die Südafrikaner nur selten auf vormariniertes Fleisch zu, wie wir Deutschen das kennen. Im Supermarkt wird vielmehr auf pures Fleisch bzw. vorgefertigte Steaks, Filets oder Sparerips zurückgegriffen, das dann selber gewürzt oder mariniert werden. Meist greifen die Südafrikaner zu Rinderfleisch. Jedoch landen auch oft Hähnchenschlegel, Lamm, Pute oder die Boerewors, das ist eine aus Rinder- oder Straußenfleisch bestehende Wurst, auf dem Grill.

Wer es ausgefallener mag, der sollte direkt zum Metzger gehen. Denn dort bekommt man auch Wildfleischsorten wie Kudu, Springbock, Gnu oder Impala, die sehr zart und schmackhaft sind und deshalb bei keinem Braai fehlen dürfen.

Gegrillt wird in den meisten Fällen direkt über der aus verbranntem Holz bestehenden Glut. Allein der Vorgang der Gluterzeugung nimmt durch die Verwendung von richtigen Holzscheiden einige Zeit in Anspruch, in der viel Bier fließt und sich unterhalten wird. Auf Alufolie wird fast ausnahmslos verzichtet.

Am Straßenrand sieht man zudem sehr oft so genannte Braaiwors-Stände, wo man für umgerechnet 1,00 – 1,50 € eine Boerewors im Brötchen mit angeschmorten Zwiebeln bekommt. Baie Lekker und genau das richtige nach einem langen Abend in einer der zahlreichen Bars auf der Long Street.

 
Tipp: Wie bereits angedeutet, ist die südafrikanische Küche sehr vielfältig und abwechslungsreich. Leckere südafrikanische Rezepte findet ihr z.B. bei lecker.de.

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markus März 8, 2011 um 14:28

Hallo Klaus,

ich habe mich im letzten Jahr auch ein wenig mit Braai und den Boerewors beschäftigt. In manchen Großstädten kann man ja diese Würstchen auch oder sogar im Supermarkt kaufen.

Viele Grüße,
Markus

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