Alltäglicher Wahnsinn

boo-kaapUnser Büro befindet sich direkt am Rand vom Bo-Kaap, ein Viertel das aufgrund seiner bunten Häuschen auf Kapstadt-Postkarten immer wieder gerne abgelichtet wird. In Boo-Kaap wohnen ziemlich viele Muslime und so höre ich täglich zur vollen Stunde den Muezzin auf seinem Minarett zum Gebet rufen.

Nach einem langen Monat Fastenzeit und Enthaltsamkeit ist der Ramadan gestern also vorbei gegangen. Zu diesem Anlass haben sich die Muslime der Stadt im Vorort Green Point getroffen und ein buntes Fest, auf arabisch „Eid“, gefeiert. Eid ist eigentlich wie Weihnachten für uns Christen. Eine Zeit in der sich die Muslime mit ihrer Familie treffen, feiern, gutes Essen genießen und den Kindern Geschenke machen.

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wm2010Die WM 2010 war im höchsten Maße enttäuschend und konnte nichts von dem halten, was uns versprochen wurde:

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Südafrikas Fußballfans können den Start der WM 2010 im eigenen Land kaum noch erwarten, wie dieses Video eindrucksvoll belegt:

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julius malemaManchmal muss man über wirklich traurige Dinge auch lachen können. Schwarzen Humor nennt man sowas wohl.

Folgender House Song wurde aus den Versatzstücken einer Pressekonferenz gemixed, bei der der Vorsitzende der ANC-Jugendliga, Julius Malema, einen britischen Journalisten aufs Übelste beschimpfte und des Saales verwies.

Zum Abspielen des Songs einfach auf den Link klicken: Bloody Agent feat. Malema Credits: Revolutionary House

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julius malemaDer Führer der Jugendbewegung des „Afrikanischen Nationalkongresses“ (ANC Youth League) hat nicht zum ersten Mal Schlagzeilen aufgrund rassistischer Äußerungen gemacht. Erst Anfang März hat Julius Malema vor Studenten das mittlerweile durch ein Gericht verbotene Lied „Shoot the Boer“ (erschießt die Buren) angestimmt, das aus der Zeit des Befreiungskampfes der schwarzen Bevölkerung in Südafrika kommt.

Vergange Woche wurde der weiße Extremist Eugène Terre‘ Blanche ermordet aufgefunden, der vor 1994 mit seiner rechtsextremen Widerstandsbewegung AWB gewaltsam das Ende der Apartheid und damit die Gleichstellung der schwarzen Bevölkerung verhindern wollte. Radikale weiße Kräfte geben Malema nun die Schuld am Mord des Extremisten und wollen Rache. Es besteht die traurige Tendenz, dass die grausamen Morde an weißen Farmern (1600 getötete Farmer seit 1994) die Zahl der Sympathisanten solcher radikalen Bewegungen steigert oder die Menschen zumindest in Zorn und Wut treibt. Anders sind die dutzenden Blumensträuße vor der Farm eines der schlimmsten Rassisten Südafrikas nicht zu erklären. Ob die Spannungen zwischen der weißen und schwarzen Bevölkerung irgendwann eskalieren, ist jedoch auch von dem noch jungen Julius Malema und seiner politischen und persönlichen Entwicklung abhängig.

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MakarabaDer Makarapa (auch: Makaraba) ist neben der Vuvuzela ein fester Bestandteil der südafrikanischen Fußballkultur. Makarapa sind farbenfrohe Plastikhelme, die individuell gestaltet und geschmückt werden. Oft tragen die südafrikanischen Fußballfans riesige bunte Brillen zu dem Kopfschmuck und halten in einer Hand die Vuvuzela.

Die FIFA hat das Tragen und die Nutzung der Vuvuzelas und der Makarapas während der WM 2010 offiziell erlaubt. Während die Vuvuzela vielen Fußballfans schon während dem Confed Cup 2009 das Trommelfell malträtierte, sollten sich die Zuschauer vor den Flimmerkisten durch die Makarapas nicht gestört fühlen. Durchaus möglich jedoch, dass die ausgefallenen Makarapas die Sicht so manchen Zuschauers im WM-Stadion einschränken. Doch sollte man sich trotz allen Unmuts über diese gewöhnungsbedürftigen WM Fanartikel nicht allzu sehr gestört fühlen. Sie gehören schlicht und einfach zur lebendigen südafrikansichen Fußballatmosphäre dazu und sind deshalb von einer Fußball-WM in Südafrika nicht wegzudenken.

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Frankenstein lebt Death RaceLetztes Wochenende begannen in Kapstadt die Dreharbeiten zum neuen Death Race-Film. Der Film ist zeitlich vor Death Race mit Jason Statham angesiedelt und erzählt die Geschichte, wie es zu den umstrittenen Death Races kam. Die Hauptrolle in „Death Race – Frankenstein lives“ (zu deutsch: Todesrennen – Frankenstein lebt“) übernimmt dieses Mal Luke Goss. Jason Statham ist nicht Teil des Casts.

Die Eingangsszene beginnt mit einem Banküberfall, bei dem der Hauptdarsteller einen Polizisten erschießt. Der Banküberfall wurde in einem alten Bankgebäude gedreht, das heute als Wohnhaus dient. Nach dem Banküberfall flüchten die drei Bankräuber mit ihrem Sportwagen durch die Stadt. Für die Verfolgungsjagd wurden am vergangenen Sonntag die Straßen rund um das alte Bankgebäude gesperrt.

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Geht es nach dem Willen der traditionellen Stammeshäuptlinge in Südafrika, sollen die WM Spiele in Südafrika mit Schlachtritualen eröffnet werden. Das Schlachten von Kühen solle dazu dienen, die Ahnen zum Fußballspektakel einzuladen

Der Wunsch der Stammensführer wird wohl nicht erfüllt werden. Dennoch drückte Häuptling Zolani Mkiva, der Vorsitzende des Makhonya Royal Trust, im nationalen Rundfunk, seinen Wunsch nach Schlachtritualen in allen WM-Stadien aus: „Dies ist eine afrikanische WM und wir wollen ein afrikanisches Festival gemäß unseren Traditionen“. Es sei nötig, dass in jedem WM-Stadion eine Kuh geschlachtet werde, um die Ahnen einzuladen, während des gesamten Fußballereignisses bei ihnen zu sein. Dies sichere das Wohlwollen der Ahnen für die Fußball WM auf südafrikanischem Boden.

Auch wenn Mkiva bereits Kontakt zu den Verantwortlichen des Organisationskomitess aufgenommen hat, ist davon auszugehen, dass auf diese traditionellen Rituale zumindest in den Stadien verzichtet wird.

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[Trigami-Review]

Südafrika ist nicht nur ein wunderschönes Land, sondern weiß auch durch seine kulturelle Vielfalt zu begeistern. Im Internet bin ich über einen mir bisher unbekannten afrikanischen Tanzstil gestolpert: Den Diski-Dance:

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Minibus Surfen

by Klaus on 18. September 2009

in Alltäglicher Wahnsinn

Was in Deutschland das S-Bahn Surfen, ist in Südafrika das Minibus Surfen.

Todesmutig stellt sich manch verrückter Südafrikaner auf die Stoßstange des Minibusses. Selbiger fährt dabei mit 120 km/h über die Autobahn. Wenn der Minibus-Surfer bei diesen Geschwindigkeiten im dichten Verkehr stürzt, kann das schnell böse ins Auge gehen. Folgende Bilder wurden auf der N2 bei Kapstadt geschossen:

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