Wohlweißlich haben wir uns eine Wohnung gemietet, die schon fertig eingerichtet war. Denn entweder sind die Möbel in Südafrika hässlich oder viel zu teuer.
Trotzdem sind wir momentan auf der Suche nach einem Sideboard oder einer Kommode, um dort unseren (kaputten) Fernseher draufzustellen und allerlei Krimskram reinzutun. Eigentlich hatte ich ja eh vor, mir einen schönen flachen LCD Fernseher günstig zu kaufen. Zudem fehlt es uns an Stauraum und wenn man alles einfach immer nur in den Raum stellt, macht es das auf Dauer nicht besser und gemütlicher. Also haben wir uns einfach gedacht, fahren wir mal einkaufen. Hier muss es doch auch sowas wie Ikea oder ähnliches geben. Aber weit gefehlt. Kein Ikea in Südafrika. Dabei wäre das genau, was wir brauchen. Zwar sind die Möbel von Ikea nicht die schönsten, aber immerhin zweckdienlich und vor allem preiswert.
Nachdem die WM nun ja fast schon wieder ein Monat um ist, wird es mal wieder Zeit, dass ich hier von mir hören lasse. Der Blog war im letzten Jahr zwar sehr WM-lastig, doch das wird sich jetzt ändern. Nach dem Ende der WM will ich wieder hauptsächlich News aus Südafrika, meinem Leben und meinen Erlebnissen in diesem Land mit der Welt teilen. Deshalb gibt es ab sofort in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder etwas von mir zu hören. Wäre ja auch schade, wenn es das jetzt gewesen wäre.
Also, was gibt es zu berichten? In Deutschland gibt es das Sommerloch, hier würde ich eher vom Winterloch sprechen. So viel ist garnicht passiert in letzter Zeit. Ich hätte mir den Winter ja wesentlich schlimmer vorgestellt. Man erzählte mir, dass es hier den ganzen Tag regnen würde, es kalt wäre, dunkel und neblig. Doch davon habe ich bisher nicht viel von mitbekommen. Der letzte Regentropfen ist vor einem Monat gefallen, als es in Deutschland gerade 40°C hatte. Da war ich schon neidisch. Und auch während der WM wäre wärmeres Wetter natürlich toll gewesen. Was hab ich gefrohren, als ich beim Spiel zwischen Italien und Paraguay im Cape Town Stadium saß. Gerade zu Beginn der WM war es oft regnerisch und kalt. Und wenn die Wolken einmal in der Stadt zwischen den Berge hängen, dann bleiben sie dort eine ganze Weile.
Ein in Südafrika sehr beliebter Shot ist der sogenannte Springbok, bestehend aus dem berühmten Amarula-Schnaps und Minzlikör.
Der Amarula-Schnaps wird aus den Früchten des Marula-Baums hergestellt, dessen Alkoholgehalt nach dem Vergehrungsprozess nicht nur die Menschen erfreut. Auch die wilden Tiere der Savanne haben die überreifen Marula-Früchte zum Fressen gern, wie dieses Video eindrucksvoll beweist:
In einer Woche beginnt endlich die Fußball WM in Südafrika. Schon jetzt sieht man vereinzelt Fans aus der ganzen Welt durch die Straßen der südafrikanischen WM-Städte laufen.
Südafrika hat zwar elf offizielle Landessprachen, aber englisch versteht und spricht hier jeder. Trotzdem wird das südafrikanische Englisch durch die anderen Landessprachen stark beeinflusst. Daher hört man immer wieder Vokabeln, die man in anderen englischsprachigen Ländern nicht kennt.
Jetzt bin ich schon wieder seit knapp zwei Monaten in Südafrika und will euch mal von einer typischen südafrikanischen Tradition erzählen, der man hier nicht entgehen kann.
Südafrika wird immer gern als die “Welt in einem Land” beschrieben. Und das trifft auch auf die südafrikanische Küche zu. So facettenreich wie Südafrika, die Landschaften, Menschen und Kulturen, so vielfältig ist auch die südafrikanische Küche.
Eins haben alle Südafrikaner aber gemeinsam: sie lieben Fleisch und das Grillen. Der Grill bzw. der Vorgang des Grillens heißt hier kurz und einfach “Braai“. So trifft man sich abends, am Wochenende oder zu jeder anderen erdenklichen Möglichkeit (selbst im Winter!) zum Braai und verbringt bei Boerewors, Bier und Co. ein paar gesellige Stunden. Öffentliche Braaiplätze gibt es eigentlich überall und auch zu Hause ist fast jeder Südafrikaner im Besitz eines eigenen Braais.
Die Spannung steigt: Weniger als 90 Tage trennen uns noch von der Fußball-WM in Südafrika. Hierzulande werden Erinnerungen wach an das “Sommermärchen” 2006, und auch dieses Mal ist die Weltmeisterschaft wieder ein internationales Ereignis, das nicht nur eingefleischte Fußballfans in seinen Bann zieht.
Am 11. Juni ist es soweit: Mit der Begegnung zwischen dem Gastgeber Südafrika und der mexikanischen Nationalelf wird das erste Spiel der Weltmeisterschaft angepfiffen. Die deutsche Nationalmannschaft gehört der Gruppe D an und bestreitet ihr erstes Match am 13. Juni gegen Australien, danach folgen Begegnungen mit Serbien und Ghana – und dann hoffentlich der Einzug ins Achtelfinale!
Die Crystal Pools sind sowas wie ein Geheimtipp in Südafrika und nur den wenigsten Südafrika-Touristen bekannt. Die natürlichen Wasserlöcher befinden sich in der Nähe von Gordons Bay etwa 60 km südöstlich von Kapstadt entfernt. Allerdings erreicht man die Crystal Pools, die ihren Namen vom klaren Wasser haben, das die Becken füllt, nur über eine 45 – 60 Minuten lange Wanderung, die einen über Stock und Stein bis zu den Crystal Pools führt.
Dennoch lohnt sich die Wanderung, denn am Ende erwarten einen mehrere kleine bis große natürliche Wasserlöcher, in denen man sich nach der anstregenden Wanderung abkühlen kann. Die einzelnen Crystal Pools sind durch Wasserfälle abgetrennt, so dass die Wagemutigen von den Felsen und Klippen aus mehreren Metern Höhe in das kühle Nass springen können. Doch sollte man dabei immer aufpassen, dass das Wasser auch wirklich tief genug ist. Die weniger Mutigen können sich in der Sonne auf den Felsen entspannen und das Spektakel beobachten.
Südafrika…Südafrika…Südafrika?!?!?! Wundervoll und erstaunlich zugleich, dass allein der Name eines Landes so viel und gleichzeitig so wenig über ein Land aussagt. Okay: Südafrika liegt im Süden von Afrika. Logisch. Praktischtischerweise hat man bei der Namensgebung dieses weit entfernten Landes die geografische Beschreibung gleich mit integriert.
Die meisten Männer verbinden mit Südafrika derzeit die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 – wahlweise vielleicht auch den großen Nelson Mandela oder notfalls auch die Schauspielerin Charlize Theron. Und was schießt einer Studentin wie mir bei diesem nach Sonne riechenden Land durch den Kopf?
Südafrika ist nicht nur ein wunderschönes Land, sondern weiß auch durch seine kulturelle Vielfalt zu begeistern. Im Internet bin ich über einen mir bisher unbekannten afrikanischen Tanzstil gestolpert: Den Diski-Dance:
Der Diski-Dance ist stark an die Fußballkultur Südafrikas angelehnt. Im nächsten Jahr findet die erste Fussball WM auf afrikanischem Boden statt. Während Deutschland noch um die WM-Teilnahme spielt, bereiten sich die Südafrikaner schon fleißig auf die WM 2010 vor. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie sehr sie sich auf das kommende Großereignis freuen. Deutschland wird aller Voraussicht dabei sein und so spielen sicher viele fußballverrückte Fans mit dem Gedanken nach Südafrika zu reisen. Ich kann dies nur jedem empfehlen, denn so kann man die WM-Reise perfekt mit einem Urlaub in Südafrika verbinden. Während meiner acht Monate in Kapstadt habe ich das Land und die Menschen kennen und lieben gelernt. Südafrika hat wirklich für jeden etwas zu bieten. Ob man nun gemütlich am Strand liegen will und das tolle Wetter genießt oder ob man im Krüger Nationalpark auf Safari geht und Abenteuer erlebt. Jeder findet in Südafrika etwas nach seinem Geschmack.
Wer sich eine Reise nach Südafrika nicht leisten kann, hat jetzt die Chance sich die Fußball WM nach Deutschland zu holen. Auf www.dein-suedafrika.de/diski kann man an einem Gewinnspiel teilnehmen und als Hauptpreis eine südafrikanische WM-Party gewinnen:
Mit 40 Freunden, Freibier, Cocktails, Grillgut, Snacks, DJ, Lichtanlage, Deko und Bedienung wird man am Tag des Eröffnungsspiels eine WM-Sause erster Güte feiern und ein traditionelles südafrikanisches Braai erleben.
Um am Gewinnspiel teilzunehmen, muss man von seinen Diski-Dance Tanzkünsten ein Video drehen und dieses auf der Plattform des Gewinnspielveranstalters online stellen. Wir hatten beim Einstudieren des Diski-Dances jedenfalls riesigen Spaß
Die Videos können hier übrigens bewertet werden. Für die Bewertung der Videos kann man zusätzlich tolle Gewinne abstauben.
Was in Deutschland das S-Bahn Surfen, ist in Südafrika das Minibus Surfen.
Todesmutig stellt sich manch verrückter Südafrikaner auf die Stoßstange des Minibusses. Selbiger fährt dabei mit 120 km/h über die Autobahn. Wenn der Minibus-Surfer bei diesen Geschwindigkeiten im dichten Verkehr stürzt, kann das schnell böse ins Auge gehen. Folgende Bilder wurden auf der N2 bei Kapstadt geschossen:
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