Confed Cup als Vorbereitung auf WM 2010

by Klaus on 16. Juni 2009

in WM 2010

Confed Cup als Vorbereitung auf die WM 2010Am Sonntag begann der Confed Cup in Südafrika. Das Turnier wurde mit dem Spiel Südafrika gegen den Irak eröffnet. Ergebnis war ein für die Südafrikaner enttäuschendes 0:0, nachdem sich Bafana Bafana erst kürzlich von den Pleiten der letzten Monate erholt zeigte und zwei Siege gegen Polen und Norwegen einfahren konnte.

Die Spieler der südafrikanischen Mannschaft hatten daher bereits im Vorfeld des Turniers höhere Prämien für die Spiele des Confed Cups gefordert. Doch der südafrikanische Fußballverband SAFA wiegelte ab und stellt dagegen Prämienerhöhungen bis zur WM 2010 in Aussicht.

Der Confed Cup gilt als Testlauf für die WM 2010, die trotz immer wieder aufkeimender Kritik in weniger als einem Jahr in Südafrika stattfinden wird. Infrastruktur und Sicherheit sind die Hauptkritikpunkte, denen sich die Organisatoren der WM 2010 aussetzen müssen.

Erste Berichte von Transportproblemen vor und nach den Spielen im Confed-Cup weisen Südafrika auf noch existierende Probleme hin. Bis zur WM 2010 sollen zusätzliche Busse und Taxen bereitgestellt werden, um diese Problematik zu lösen. Der hohen Kriminalität soll mit einem ausgefeilten Sicherheitsplan und der Unterstützung zahlreicher zusätzlicher Polizisten und Sicherheitskräften – auch aus dem Ausland – entgegengewirkt werden. Kritik daran, dass die Stadionneubauten nicht rechtzeitig fertig gestellt werden könnten, verpuffte, nachdem vorige Woche das Nelson-Mandela Stadion in Port Elizabeth feierlich eröffnet wurde.

Im Gebiet rund um Johannesburg und Pretoria, das etwa 1800 m über Normalnull liegt, kann das Quecksilber im südafrikanischen Winter schon mal am Gefrierpunkt kratzen. Im Süden bei Kapstadt und Port Elizabeth bleibt es im Winter zwar mild, doch hält hier zur WM-Zeit Regen und Nebel Einzug. Ein Sommermärchen, wie wir es 2006 in Deutschland erlebten, wird sich in Südafrika, bedingt durch die früh einfallende Dunkelheit, den Regen und die Kälte kaum wiederholen.

Dennoch glaube ich, dass es 2010 ein wunderbares Fußballfest werden wird. Auch Präsident Zuma spricht von der besten WM aller Zeiten. Lassen wir uns überraschen. Das enttäuschende Remis gegen Irak hat den Südafrikanern jedenfalls nicht die gute Laune verderben können und so feierten die Fans ihre Nationalelf nach dem Spiel mit Trommeln, Gesang und Trompeten.

Aber auch die teilnehmenden Nationalmannschaften können während des Testlaufs für die WM 2010 erste Erfahrungen im Gastgeberland Südafrika sammeln sowie Verfassung und Konsistenz gegnerischer Mannschaften, darunter WM-Favoriten wie Brasilien, Spanien oder Weltmeister Italien, testen.

Auch Oliver Bierhoff, Manager der deutschen Nationalelf, der als WM-Dritter mit seinem Team nicht am Confed Cup teilnehmen kann, wäre gern beim Confed Cup dabei gewesen: „Ich hätte den Confed-Cup gerne gespielt. Ein Jahr vor dem Turnier schon einmal in Südafrika zu sein, ist sicherlich von Vorteil„. Bierhoff sieht den Confed Cup als gute Möglichkeit sich schon einmal vor Ort unter Wettkampfbedingungen auf die WM 2010 vorzubereiten.

Bundestrainer Joachim Löw wird selbst zu den beiden Halbfinalspielen des Confed-Cups fliegen, um einen Eindruck von den teilnehmenden Finalisten und den Gegebenheiten in Südafrika ein Jahr vor der WM 2010 zu sammeln und um eine endgültige Entscheidung über das WM-Quartier zu treffen, das sich nördlich von Johannesburg in unmittelbarer Nähe zum Flughafen in Pretoria befinden wird.

Spanien und Brasilien gelten nach den beeindruckenden Siegen gegen Neuseeland und Ägypten als heiße Favoriten für den Sieg des Confed Cups. Weltmeister Italien gewann mit 3:1 gegen die USA, lag bis zur 58. Minute jedoch mit 0:1 hinten. Spanien dagegen könnte noch im Confed Cup den Rekord der Brasilianer knacken, die zwischen 1993 und 1996 35x in Folge nicht verloren. Spanien konnte mit dem Sieg gegen Neuseeland bereits das 33. Spiel ohne Niederlage bestreiten. Es verspricht auf jeden Fall spannend zu werden. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden.

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