Echte Crash Videos sollen Raser abschrecken

by Klaus on 7. Dezember 2011

in Alltäglicher Wahnsinn, Südafrika News

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Das Verkehrs- und Transportministerium in der Provinz Western Cape hat drei authentische Videos von schweren und teiweise tötlich endenden Unfällen im Internet veröffentlicht, die sich in und um Kapstadt ereigneten.

Ein Sprecher des Departments sagte, man hätte sich die Entscheidung, die Videos der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, nicht leicht gemacht. Doch erhoffe man sich mit dieser Maßnahme eine abschreckende Wirkung auf Raser sowie rücksichtslose und alkoholisierte Verkehrsteilnehmer: „Wir sind davon überzeugt, dass solche Videos dazu beitragen können, dass die Leute sich Gedanken machen und in Folge dessen langsamer fahren, mehr Rücksicht auf Fußgänger nehmen, sich anschnallen, die Finger von ihren Handys lassen und vom Steuerrad, wenn sie getrunken haben. Sie können damit Menschenleben retten, Leben die beinahe täglich durch aggressives Fahrverhalten ausgelöscht werden.“

Auf der zu diesem Zweck eingerichteten Webseite safelyhome.westerncape.gov.za wurden am gestrigen Dienstag die ersten drei Videos veröffentlicht. Weitere Crash Videos sollen in den nächsten Wochen folgen.

Der Automobil-Club in Südafrika (AA) ist von einem nachhaltigen Erfolg der Kampagne nicht überzeugt und hat gewarnt, dass die Videos nur zu einer kurzfristigen Verhaltensänderung und Einsicht der Autofahrer führen könnte.

Die Videos zeigen die echten Bilder der Horrorunfälle, aufgehnommen von Verkehrsbeobachtungskameras. Bei den Unfällen wurden Menschen schwer verletzt oder kamen sogar ums Leben.

In einem der Videos sieht man einen Wagen, der mit stark überhöhter Geschwindigkeit ein anderes Fahrzeug rammt, woraufhin dieses sich mehrfach überschlägt und in Flammen aufgeht. Auch das Auto des Unfallverursachers fängt Feuer.

Ein anderes Video – aufgenommen von einem Fußgängerüberweg (!) – zeigt einen Mann, der versucht die Autobahn zu überqueren. Dies passiert in Südafrika leider häufiger, vor allem in Armenvierteln, die teilweise bis an die Autobahnen grenzen. Während der Fußgänger die ersten drei Spuren noch passieren kann, erfasst ihn auf der letzten Spur ein Auto und schleudert ihn mehrere Meter über die Straße. Das Opfer bleibt regungslos auf der viel befahrenen Autobahn liegen.

Die Öffentlichkeit wurde dazu aufgerufen, sich an der Diskussion um die Videos und das Verkehrsverhalten zu beteiligen.

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