Englisch Lernen in Kapstadt

by Andre on 1. März 2011

in Englisch Lernen, Mein Auslandstagebuch

englisch lernen kapstadt2008 informierte ich mich zum ersten Mal etwas genauer über Kapstadt. Ich stand kurz davor, mein Aufbaustudium zu beenden. Der nächste Schritt wäre die Suche nach einer besseren Arbeitstelle gewesen, wo sich dieser Abschluss auch finanziell auszahlen würde.

Es gab nur ein kleines Problem. Ohne gute Sprachkenntnisse in Englisch wäre mein Zusatzdiplom kaum etwas wert. Und diese gingen gegen Null. Als Zeitraum für einen Sprachkurs kam das erste Halbjahr 2008 in Frage. Da es in Deutschland Winter war, wollte ich in eine Region, wo Sommer vorherrschte. In Frage kamen USA, Australien, Neuseeland, Südafrika und eine englischsprachige Inselgruppe in der Karibik. Am Ende entschied ich mich für Kapstadt, da die Kombination aus geringeren Kosten und vielen Freizeitmöglichkeiten am vielversprechendsten klang. Außerdem wollte ich nicht den australischen oder amerikanischen Akzent lernen.

Und die Mother City, so der zweite Name von Kapstadt, enttäuschte nicht. Die ersten Wochen waren echt hart, da ich selbst meine Gastmutter kaum verstand. Ärgerlich war außerdem, dass ich dort zusammen mit einem weiteren Deutschen wohnte, welcher auch kaum Englisch beherrschte. Jeder kann sich vorstellen, in welcher Sprache wir uns unterhalten haben

Eingestuft wurde ich in Pre-Intermediate, also Unterdurchschnittlich. An dieser Schule gab es folgende Level: Beginner, Pre-Intermediate, Intermediate, Upper-Intermediate und Advanced. Die Schule war noch relativ neu und klein und die Klassen übersichtlich groß, im Schnitt 6 Studenten. Nach 5 Wochen überkam mich jedoch etwas die Langeweile, da der Stundenablauf mit Grammatik, Lesen, Hören und Fachenglisch zu eintönig wurde. Größtes Manko war, dass es keinen fortlaufenden Unterrichtsplan gab, da jeden Montag wieder neue Studenten hinzukamen und Freitags andere die Kurse beendeten.

Ich war schon immer ein leidenschaftlicher Reisender und mir waren die Overlandtrucks aufgefallen, mit welchen die Touristen durchs Innere von Afrika fuhren. Diese Reisegruppen waren sehr international, Holländer, Skandinavier, Engländer, Australier, Neuseeländer, Südafrikaner, Deutsche und andere Nationen. Eigentlich sollte man dort doch besser Englisch lernen als in einem kleinen stickigen Klassenraum und dabei noch Abenteuer erleben können, dachte ich mir. Dummerweise hatte ich schon für den ganzen Zeitraum Englischkurse gebucht und bezahlt, aber ich fragte den Direktor trotzdem. Und er fand die Idee großartig. Ich unterbrach die Sprachschule für 4 Wochen und reiste kreuz und quer durch Namibia, bis zur angolanischen Grenze, nach Swakopmund und Lüderitz.

Nach meiner Rückkehr wurde ich sofort in den nächsthöheren Sprachlevel eingestuft. Und die Kosten der Reise entsprachen exakt denen für Kurse und Unterkunft in Kapstadt. Man sah das Land, lernte viele Leute kennen und am Ende konnte man sein eigentliches Ziel, die Verbesserung des Englisch, auch erreichen.

Ich benötigte 6 Wochen Schule für einen Level und 4 Wochen Rundreise für einen weiteren. Danach ging ich wieder zur Schule und erreichte nach weiteren 8 Wochen den maximal möglichen Level – Advanced. Da mir die Rundreise so gefiel, reiste ich nach Ende des Sprachkurses nach kreuz und quer durch das südliche Afrika, bis nach Mozambik, nach Sambia und hoch nach Tanzania.

Das Englisch in Kapstadt entspricht einem guten British English, durchsetzt mit einigen südafrikanischen Begriffen. Also keiner muss sich fürchten, irgendein Pidgin English zu lernen.

Das Land Südafrika und insbesondere Kapstadt haben es mir angetan. Jedes Jahr komme ich für ca. 4 Wochen in die Mother City, um meinen Urlaub hier zu verbringen. Dann nutze ich auch immer die Gelegenheit, den Direktor meiner alten Sprachschule zu besuchen.

Die Ausgaben für den Sprachkurs haben sich übrigens mehr als ausbezahlt. Ich arbeite jetzt für einen der größten internationalen Konzerne im weltweiten Einkauf. Und das Englisch ist verhandlungssicher.

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Hanswurst Juni 29, 2011 um 07:36

Und welche Sprachschule war das?

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