Haie vor Muizenberg

by Klaus on 3. Dezember 2008

in Sport & Freizeit, Tiere & Wildlife

Haie vor Muizenberg

Muizenberg gilt als einer der Strände für Surfer und Wassersportler in und um Kapstadt. Es ist im indischen Ozean nicht zu kalt, der Meeresboden fällt nur langsam ab, die Wellen sind nicht zu hoch. Perfekte Bedingungen vor allem für Surfanfänger, die noch nicht sicher auf dem Brett stehen.

Doch ganz ungefährlich ist es auch hier nicht. Erst letzte Woche wurde der Strand für Surfer und Schwimmer gesperrt, weil sich vermutlicherweise mehrere weiße Haie in unmittelbarer Nähe des Strandes befanden. Ein 10 Meter langer Wal war vor dem Strand in Muizenberg verendet, was dann die Haie anlockte, die sich über den Kadaver hermachten. Sharkwatcher bemerkten am Mittwoch blutverseuchtes Wasser und mehrere verdächtige Haibisse am Walkadaver. Sofort wurde der Strand gesperrt, um niemanden zu gefährden. Der Wal wurde mit einem Bulldozer geborgen, um nicht noch mehr Haie anzulocken. Ein Surfer wurde von der Küstenwache aus der Gefahrenzone gebracht.

Dennoch sind Haiangriffe auf Menschen äußerst unwahrscheinlich. Menschen passen nicht in das Beuteschema von Haien und werden nur aufgrund von Verwechslungen angegriffen oder wenn die Haie sich bedroht fühlen. Vielmehr tragen umstrittene Touristenattraktionen wie das beliebte „Shark Cage Diving“ dazu bei, dass Haie aus ihrer gewöhnten Umgebung vor die Küsten Südafrikas gelockt werden. Die Haie werden hierbei mittels Köder angelockt, wo sie dann von den Touristen aus dem sicheren Unterwasserkäfig aus nächster Nähe beobachtet werden können. Problematisch ist dabei nicht nur, dass Haie in Küstennähe gelockt werden und deshalb immer wieder hierher zurückkommen, sondern auch, dass Haie Menschen dadurch mit Futter in Verbindung bringen.

Doch ist der Mensch heute der größte Feind des Hais. Er dringt in das Revier des Haies ein, um durch oben erwähntes Shark Cage Diving oder durch das so genannte „Shark Finning„, dem Abschneiden der Haiflosse bei lebendigem Leibe, Profit zu schlagen. Der Rumpf des Haies wird nach dem Abtrennen der Haiflossen ungenutzt wieder ins Mehr geschmissen, wo der Hai dann nach 24 – 48 Stunden qualvoll verendet. Jährlich sterben 5 Menschen an Haiangriffen, mehr als 100 durch Elefanten und weit mehr als 100 Millionen Haie durch Menschenhand. Dennoch kommt niemand auf die Idee Elefanten als gnadenlose Killer hinzustellen oder sich für den Artenschutz der Haie einzusetzen…

Fast niemand: Der Film Sharkwater will mit den Vorurteilen gegenüber den vom Aussterben bedrohten Haien aufräumen. Er zeigt auf, dass Haie keine blutrünstigen Bestien sind, welches Image die Haie Filmen wie „der Weiße Hai“ oder anderen von den Medien aufgebauschten sensationslüsternen Horrorgeschichten zu verdanken haben, sondern vielmehr friedliche, faszinierende Tiere, die keine Menschen fressen, sondern eher Angst vor uns haben. Zudem deckt der Film die mafiaartigen Strukturen der organisierten Fischerbanden auf, die auf grausamste Art und Weise auf Haijagd gehen, um die Flossen dann zu horrenden Preisen als Delikatesse zu verkaufen und aus Profitgier nichtmal Halt vor ernsthaften Angriffen auf ihre Kritiker machen und wortwörtlich über Leichen gehen würden. Der Film weiß außerdem durch faszinierende und wunderschöne Unterwasseraufnahmen der majestätischen Tiere zu überzeugen.

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‚No shark attack‘
November 27 2008 at 08:48AM
Quelle: Cape Times

By Devin Hermanus

Muizenberg beach was closed on Wednesday because of an increased risk of shark attacks after the carcass of a whale that had a large number of suspected shark bites on it washed ashore.

However, a local shark expert believes the 10-metre Bryde’s whale was not attacked and died before sharks fed on it.

„This was no shark attack. It was a natural process,“ said Greg Oelofse, head of Environmental Policy and the Shark Working Group for the city.

He said the beach at Muizenberg was closed to the public on Wednesday „as a precautionary measure“.

„It (the carcass) could start giving off a ‚chum stink‘ which is an attractant to sharks.“

According to Oelofse, the whale had not been killed by sharks but died before it had been bitten.

Though most sharks prefer live, fresh food and do not like decaying meat, large marine animal carcasses are known to attract sharks.

Great White sharks are well-known scavengers but Oelofse said other sharks, like Bronze Whalers, could have fed on the carcass.

The city of Cape Town cleansing and solid waste department manager Claire McKinnon said the whale washed ashore at Muizenberg’s Surfers‘ Corner after 6am.

„When I arrived on the scene there was a huge amount of blood and pieces (of the whale) floating in the sea.“

After about two hours the carcass was dragged off the beach using a bulldozer and then hoisted on to a flat-bed truck and taken to the Vissers- hok landfill in Milnerton for burial, said McKinnon.

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