Kuriose Jobs in Südafrika

by Uli on 22. Februar 2009

in Alltäglicher Wahnsinn, Praktikum & Job, Wissenswertes

kuriose Jobs in SüdafrikaDass in Afrika die Personalkosten geringer als in Deutschland und Europa sind, dürfte jedem klar sein. Spätestens wenn man dann hier unten im Land ist sieht man teilweise recht spaßig anmutende Jobs und Berufe. Ein paar werde ich hier nun vorstellen.

Einer meiner Favoriten sind die sprechenden und zeitweise singenden Parkuhren. In Südafrika und Namibia stehen an jeder Straßenecke Männer oder Frauen die auf die parkenden Autos aufpassen und bei Rückkehr der Besitzer „Parkgebühren“ kassieren. Feste Gebühren gibt es nicht, sondern man drückt den Leuten einfach ein paar Rand in die Hand.

Die Straßenzüge scheinen in Reviere aufgeteilt zu sein, denn die menschlichen Parkuhren versuchen einen teilweise überschwänglich in die Parklücke in ihrer Straße zu locken. Es kommt nicht selten vor, dass sie dabei singen und auch tanzen.

In der namibianischen Hauptstadt Windhoek ist das ganze dann noch eine Spur krasser. Dort gibt es nämlich auch richtige Parkuhren, die aber nicht benutzt werden, da natürlich auch noch menschliche Parkuhren vor Ort sind.

Der Fahnenschwenker vor Straßenbaustellen ist wohl auch ein ganz spannender Beruf. Viele von euch kennen wohl die Fahnenschwenkenden Puppen auf den österreichischen Autobahnen. Diese Aufgabe wird hier noch von Menschen übernommen. Und das teilweise mit einer Begeisterung, die bei so einer Arbeit bei uns in Deutschland unmöglich wäre, denn Gesang und Tanz dürfen natürlich auch bei dieser Aufgabe nicht fehlen.

Jetzt werdet ihr wohl gleich anfangen zu lachen, aber in Swakopmund in Namibia habe ich wirklich Sandfeger gesehen. Erwähnen sollte man noch, dass in Swakopmund die namibianische Wüste beginnt. Eine Straße war dort auf 150 m abgesperrt und Frauen und Männer mit Besen reinigten diese vom heran wehenden Sand. Dass die Leute aus dem nahe liegenden Gefängnis zur Strafarbeit dort draußen fegen mussten, war nur eine Vermutung, die sich aber nicht bewahrheitete.

Während es bei uns in Deutschland mittlerweile üblich ist, dass an einer Tankstelle nur noch ein oder höchstens zwei Mitarbeiter im Shop beschäftigt sind, hüpfen einem hier bei der Einfahrt in die Tankstelle die Tankwarte wie die Flöhe vor die Moterhaube und versuchen einen mit wilden Gesten davon zu überzeugen an ihrer Zapfsäule zu tanken. Fast immer werden während dem Tanken die Scheiben geputzt und auf Wunsch auch der Reifendruck und der Ölstand gemessen. Diese Leistungen sind alle kostenlos. Jedoch gibt man den Tankwarten für ihre Arbeit noch ein paar Rand extra.

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esin Oktober 11, 2010 um 22:17

hallo uli,
deine beiträge haben mir gut gefallen. ich mache eine ausbildung bei der lufthansa und möchte mich auch als load control agent in kapstadt bewerben. ich war beim cargo im praktikum und es hat mir gut gefallen. hast du vielleicht einen tip wo ich mich hinwenden könnte? habe gehört dass die lufthansa die rekrutierung für capetown hier in deutschland macht. habe leider nur die load control site in englisch entdeckt. soll ich dort mal hinschreiben? habe nicht das gefühl,dass da wirklich jemand drauf reagiert. oder ist es doch besser eine postanschrift zu verwenden? liebe grüsse aus berlin..esin

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