Paintball Spielen im Wald von Tokai

by Klaus on 22. Dezember 2008

in Mein Auslandstagebuch, Sport & Freizeit

Paintball Spielen im Wald von TokaiLetzten Samstag sind Urs, Julian und ich mit den Holländern in aller Herrgottsfrühe nach Tokai gefahren um dort Paintball zu spielen. Ich habe das ja noch nie gemacht, freute mich aber umso mehr auf 4 h Action und Spaß.

Dort angekommen hat uns erstmal der Ober-Marshal zusammen mit ungefähr 50 anderen Spielern in Empfang genommen und uns die Regeln für das Paintball spielen erklärt. Der Marshal erinnerte mich etwas an Private Paula aus dem Film Full Metal Jacket und er verstand es auch, die Regeln entsprechend rüberzubringen. Schreiend ermahnte er uns, dass wir gefälligst auf die Regeln der Marshals zu hören hätten, es verboten sei, die Masken im Spielfeld abzunehmen und Affen abzuschießen, erklärte uns was passiert, wenn man die Regeln nicht beachtet und dass wir viele viele blaue Flecken davon tragen würden.

Mögen die Spiele beginnen

Fing ja schonmal gut an. Wir wurden dann in 2 Gruppen eingeteilt, bekamen unsere Waffen, eine Schutzjacke und -maske, einen Schal zur Teamidentifikation und 150 Paintballkugeln. Die ersten Probeschüsse gingen natürlich total daneben. Aber die Treffsicherheit sollte sich später schnell verbessern.

Das Spielfeld war ein riesiges Waldgebiet, in dem überall Barrikaden aus Holz und Ästen aufgebaut waren, hinter denen man sich prima verstecken oder Deckung nehmen konnnte.

Das erste Spiel war das sicher allen bekannte „Capture the Flag“. Beide Teams hatten ihre Basis, in der eine Fahne stand. Wir waren das blaue Team, mussten also versuchen die rote Fahne des Gegnerteams in unsere Basis zu holen, das rote Team versuchte, unsere Fahne zu erkämpfen.

Das Spiel ging schnell zu unseren Gunsten aus. Die Maske und die dicke Jacke führten sehr schnell dazu, dass man stark zu schwitzen anfing, es war also wirklich nciht gerade unanstrengend in der prallen Hitze irgendwelchen Fahnen nachzujagen und dabei noch versuchen Paintballkugeln auszuweichen und die Gegner abzuschießen.

Im zweiten Spiel wurde ich dann auch das erste Mal an der Schulter getroffen. Tat schon gut weh, aber nur ein paar Sekunden. Jedenfalls merkt man es deutlich, wenn man getroffen wurde. In dem Fall musste man nun die Waffe oder Hand hochhalten und die Spielpartner darauf aufmerksam machen, dass man „tot“ ist. Man wird durch Abklatschen dann wieder zum Leben erweckt.

Sobald ich aber meine Hand oben hatte, wurde ich dort auch schon getroffen, woraufhin rotes Blut sich mit der gelben Flüssigkeit der Paintballkugeln vermischte. Niels und ich hatten keine Munition mehr, sind dann also zurück ins Lager gegangen, während die anderen weiter um die Fahnen kämpften.

Wer nicht hören will, muss fühlen

Nach Ende des Spiels wurde Niels dann ausgerufen. Er solle sich fünf Freunde suchen. Gespannt auf das nächste Spiel in wohl kleineren Gruppen wählte er mich und ein paar der Holländer aus. Doch das Spiel sollte eher ungemütlich für Niels werden. Er sollte nämlich bestraft werden dafür, dass er die Regeln missachtete, als er auf dem Rückweg zur „Safe Area“ seine Maske zu früh abgenommen hatte.

Niels musste sich also mit dem Rücken zu uns auf einen Baumstumpf stellen, und wir 5 Freunde sollten nun aus 5 Meter Entfernung jeweils 3x auf seinen Rücken schießen. Wenn man bedenkt, dass die Kugeln mit 80 m/s aus der Waffe kommen und etwa 50 Meter weit fliegen, kann man sich vorstellen, dass das gut schmerzt. Aber so hatte dann auch jeder die Regeln wirklich verstanden und der Anschiss der Marshals sollte uns nochmal eindringlich darauf hinweisen, dass es gefährlich ist, wenn man die Maske zu früh abnimmt.

More Painted Balls

Die nächsten Stunden spielten wir dann noch ein Spiel in dem man in 15 Minuten die Basis des gegnerischen Teams einnehmen sollte, was jedoch keinem der beiden Gruppen gelang, „Center Flag“, einem Spiel in dem beide Teams versuchen die sich in der Mitte des Spielfeldes befindliche Fahne in die gegnerische Basis zu bringen und „Last Man Standing“, in dem es keine Wiederbelebung gibt und derjenige gewinnt, der als letzter überlebt.

Nach 4 h war der Spaß dann vorbei. Hat wirklich Bock gemacht und ich habe Marc und meinem Bruder schon versprochen es demnächst nochmal zu spielen, wenn sie in Kapstadt sind.

Paintball in Tokai

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Inge Dezember 22, 2008 um 17:17

Ich geb dem Uli dann eure alten Wasserpistolen mit. Das ist ungefährlicher und mit der Art Waffen könnte ich mich eher anfreunden.
lg – Inge

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