Simbabwe: Journalisten zahlen 30.000 US-$ für Arbeitsgenehmigung

by Klaus on 8. Januar 2009

in Südafrika News

Simbabwe: Journalisten zahlen 30.000 US-$ für ArbeitsgenehmigungPräsident Mugabe hat ein neues Mittel gefunden, um unliebsame Journalisten aus dem Ausland fernzuhalten: Künftig werden internationale Journalisten mit 30.000 US-Dollar (etwa 22.000 Euro) zur Kasse gebeten, wollen sie aus dem südafrikanischen Land Simbabwe berichten. Soviel kostet laut der neuen Verordnung der staatlichen Medienkommission die Jahres-Akkreditierung für Mitarbeiter internationaler Medienhäuser und Nachrichtenagenturen in diesem Jahr.

Im Jahr 2008 mussten ausländische Journalisten den ohnehin schon übertrieben hohen Beitrag in Höhe von 20.000 US-Dollar an die Regierung in Harare abdrücken.

Für streng zeitlich begrenzte einmalige Einsätze wird ein Preis von 1.500 US-Dollar angesetzt während simbabwische Reporter, die für ausländische Medien schreiben 4.000 US-Dollar pro Jahr berappen müssen. Berichterstatter, die für die staatlich kontrollierten Medien (also die ganzen Propagandablätter) arbeiten, müssen umgerechnet lediglich weniger als einen US-Dollar zahlen.

Die nun abermals verschärften Mediengesetze zählen damit zu den strengsten und restriktivsten auf der ganzen Welt. In letzter Zeit wurden ausländische wie auch kritische inländische Berichterstatter immer wieder bedrängt, verhaftet oder des Landes verwiesen.

Ein Sprecher Mugabes hatte erst neulich damit gedroht, ausländischen Nachrichtenagenturen komplett den Zutritt zum Land zu verweigern, da sie den simbabwischen Präsidenten oder besser gesagt Diktatoren (werd ich dafür jetzt auch drangsaliert ?!?) nicht im richtigen Zusammenhang zitieren würden.

Das Medien-Institut des südlichen Afrika (Misa) hat nun das Parlament in Harare dazu aufgerufen, die Rechtmäßigkeit der neuen Gebühren zu prüfen. Was dabei rauskommen wird, sollten die neuen Verordnungen überhaupt einer Prüfung unterzogen werden, kann sich ja jeder selber denken, hat Mugabe doch eine Vielzahl regimekritischer Stimmen aus dem Parlament festnehmen, einschüchtern oder umbringen lassen.

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