Sturm über Kapstadt

by Klaus on 3. September 2008

in Alltäglicher Wahnsinn, Mein Auslandstagebuch

So schön das Wetter die ersten zwei Wochen war, so mies war es die letzte: Regen, Sturm und meterhohe Wellen beherrschten am Wochenende Kapstadt und den Ozean. In den lokalen Medien wurde ein Monstersturm angekündigt, der dann jedoch nicht ganz so heftig ausfiel. Trotz allem warfen Jana, Joha und ich uns wieder todesmütig in die Wellen vor Muizenberg. Hier am Ostkap war es zwar auch recht windig, das Meer jedoch eher ruhig im Gegensatz zur Atlantikküste vor Sea Point, Green Point und Camps Bay.

Hier peitschte einem der atlantische Ozean auch noch 50 Meter hinter der Promenadenmauer ins Gesicht und die Gischt bedeckte den Rasen und die Straßen, als hätte es in Kapstadt geschneit. Am Sonntag wurden die Straßen an der Strandpromenande aufgrund Überflutung gesperrt. Autoscheiben waren teilweise von herabgefallenen Ästen oder umgefallenen Verkehrsschildern zertrümmert und vereinzelt lagen tote Ratten auf den Straßen, die nicht mehr rechtzeitig den lebensrettenden Weg aus der überfluteten Kanalisation gefunden hatten.

Es hat jetzt aber auch genug gestürmt und geregnet. Jetzt habe ich mal mitbekommen, was südafrikanischer Winter bedeutet, hab meine erste Erkältung hinter mir gelassen und finde, dass es jetzt auch reicht und es langsam Frühling werden könnte.

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thomas September 3, 2008 um 17:58

… da haben die Zeitungen hier wohl nicht richtig hingeguckt. Jedenfalls wurde über Passstraßensperrungen wegen Schneeglätte rund um Kapstatt berichtet

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Klaus September 3, 2008 um 18:03

Schnee bei 10°C?

Ne, hier hats nicht geschneit. Auch nicht auf dem 1000m hohen Tafelberg. Aber weiter nördlich in den Bergen von Stellenbosch hat es anscheinend geschneit. Aber heute ists auch schon wieder schöner und morgen soll die Temperatur wohl wieder auf 20° klettern. Endlich… Keine Lust mehr auf Winter. Ihr habt ihn ja jetzt erstmal vor euch 😉

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