Streik

dreckiges-kloIn Kapstadt spielen sich zur Zeit seltsame Dinge ab. Immer wieder sieht (und riecht) man wütende Bürger, wie sie öffentliche Gebäude mit Fäkalien beschmutzen. Was ist der Hintergrund?

Südafrika wird derzeit wieder einmal von einer massiven Streikwelle in Aufruhr gehalten mit ungeahnten Folgen für die Wirtschaft des ohnehin schon von Arbeitslosigkeit, Armut und sozialen Spannungen gebeutelten Landes. Das Handelsblatt hat dazu einen lesenwerten Artikel verfasst.

Im Streik für höhere Löhne befinden sich seit einigen Wochen auch die Reiniger öffentlicher Toiletten und hauen dabei so richtig auf die Kacke. Um ihren Forderungen Ausdruck zu verleihen, haben sie kurzerhand die Autobahn N2 blockiert und die Exkremente auf dem Asphalt verstreut.

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Polizei in Südafrika

Bei Demonstrationen von Minenarbeitern in Marikana sind in der letzten Woche 44 Menschen gestorben. Am Donnerstag eskalierte die Situation, als die Polizei auf eine mit Stöcken und Messern bewaffnete Gruppe von Demonstranten das Feuer eröffnete und 34 streikende Bergleute ums Leben kamen. Südafrika steht unter Schock ob des harten Eingreifens.

Das folgende Video zeigt die entsprechende Szene (ansehen auf eigene Gefahr):

[Weiterlesen: Massaker in Marikana]

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Am heutigen Donnerstag haben 70.000 Bauarbeiter die Arbeit auf insgesamt 35 WM-Baustellen wieder aufgenommen. Die Mitglieder der Gewerkschaft NUM nahmen das Angebot des Arbeitgeberverbands des Baugewerbes an, das eine Lohnerhöhung von 12 % vorsah. Erst am Dienstag hatten die Mitglieder der NUM ein Angebot in Höhe von 11,5 % ausgeschlagen. Daraufhin senkten die Bauarbeiter ihre Forderung von 13 % auf 12 %, wo sich beide Parteien nun getroffen haben.

Es kann auf den WM-Baustellen also weitergehen. Die Arbeiten auf den großen WM-Baustellen lagen immerhin mehr als eine Woche still. Davon betroffen waren Großprojekte wie das WM-Stadion in Green Point in Kapstadt, 4 weitere WM-Stadien, die Bahnschnelltrasse zwischen dem Johannesburger Flughafen und Johannesburg sowie der Flughafenausbau in Durban. Der ohnehin schon knappe Zeitplan drohte zu scheitern. Bereits im Dezember sollen die fünf neuen WM-Stadien der FIFA übergeben werden. Die Fußball WM wird zwischen dem 11. Juni und 11. Juli 2010 erstmals auf dem schwarzen Kontinent in Südafrika ausgetragen.

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Immer wieder kam es in letzter Zeit zu Streiks auf den Baustellen der WM-Stadien die für die WM 2010 in Südafrika gebaut werden. Erst letzten Mittwoch haben insgesamt 70.000 Bauarbeiter die Arbeit an 35 wichtigen WM-Projekten wie Stadionbauten und dem Ausbau der Infrastruktur erneut niedergelegt.

Grund dafür waren Forderungen der Bauarbeiter nach Lohnerhöhungen in Höhe von 13 %. Ein Bauarbeiter verdient in Südafrika 2.500 Rand (etwa 220 Euro). Mit den Streiks versuchten sie die WM-Organisatoren unter Druck zu setzen. Schließlich sollen alle Stadien-Neubauten pünktlich im Dezember der FIFA übergeben werden.

So sollen sich die Führer der Arbeitergewerkschaft NUM, die südafrikanische Regierung und die Verantwortlichen des WM-Organisationskomitees die Rahmenbedingungen für eine Einigung gelegt haben. Angeblich soll den Bauarbeitern eine Lohnerhöhung um die 10 % bewilligt worden seien. Jetzt müssen nur noch die Mitglieder der Gewerkschaft über den Rahmenvertrag abstimmen, damit die Arbeit an den WM-Stadien fortgesetzt werden kann. Bis dahin wird weiter gestreikt. Dazu erklärte NUM-Sprecher Shane Coshane: „Am nächsten Dienstag werden wir mit einem neuen Auftrag an den Verhandlungstisch zurückkehren. Wenn die Mitglieder das Angebot annehmen, dann werden wir auch unterschreiben. Wenn sie es aber ablehnen, dann werden wir weiter verhandeln. In der Zwischenzeit wird weiter gestreikt„.

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